Twittern und twittern lassen

9 01 2009

Zu diesem Beitrag hat mich dieser Blogeintrag angeregt. Was ich über die Art der Argumentation denke habe ich ja schon in den Kommentaren erwähnt.

Worum es mir aber eigentlich geht ist, dass mal wieder die altbekannten Fragen, die genauso alt sind wie Twitter selbst ist, aufgeworfen wurden: Was ist der Sinn? Soviel Banalität in 140 Zeichen – wozu? Wozu einen Teil von seiner eigenen Persönlichkeit preisgeben nur damit andere sich daran ergötzen, sich drüber aufregen, oder whatever?

Erster Punkt: Ich kann dazu nur sagen – ich hab keine Ahnung was der Sinn von Twitter ist…oder nein – anders: Ich glaube nicht, dass es überhaupt einen übergeordneten Zweck von Microblogging-Diensten gibt, der für alle oder die Mehrzahl der Leute zutrifft, die sich regelmäßig im Netz „bewegen“. Aber: Ist das wichtig? Kann doch jeder selber entscheiden ob es sinnvoll, nützlich, unterhaltend oder eben gar nichts davon ist. Und wenn letzteres zutrifft – so what? 

Zweiter Punkt: banale Tweets, Gehaltlosigkeit der Information. Sicher – ist vorhanden, aber nicht ausschließlich. Aber ist das ein Twitter-Phänomen? Nutzloses gibt es an allen Ecken und Enden des Internets – aber eben nicht ausschließlich. Der Austausch von Banalitäten wurde nicht erst durch Twitter erfunden. Das kann in einer Unterhaltung zwischen zwei oder mehreren Menschen genauso passieren, wie über SMS, Telefon, E-Mail,…Der Unterschied – Twitter ist „öffentlich“ und für jeden zugänglich. Vielleicht wird ja einigen Leuten , die absolut gegen Twitter sind, durch Microblogging erst bewusst, dass unsere Kommunikation zeitwillig nicht nur der Austausch von Wissen und Sinnvollem ist und da es einem bei Twitter mal mehr oder weniger unter die Nase gerieben wird…Aber wie gesagt – ich für meinen Teil konnte bisher sowohl Witziges, Intelligentes und Informatives lesen von den Leuten, denen ich folge. Was sollte daran also schlecht sein? Was nicht bedeutet, dass man Twitter einer anderen Informationsquelle vorziehen sollte. Wer es trotzdem macht…Pech.

Dritter Punkt: „Voyeurismus“ gepaart mit Selbstdarstellung. Oder mit anderen Worten: schauen was andere machen (am besten natürlich anonym) und sich selber so darstellen, wie man möchte, dass einen anderen sehen. Klingt auch nicht so, als würde es das erst seit MB-Zeiten geben. Warum funktionieren Social-Networks wie facebook, studivz, wer-kennt-wen, und wie sie alle heißen? Unter anderem genau durch die vorher genannten Verhaltensweisen. Das das nicht für jeden etwas ist, ist vollkommen klar. Aber zum Glück gibt es ja den freien Willen.

So und jetzt? Moral? Nö…Leute die gehaltlose Dinge in 140 Zeichen pressen wird es immer geben. Und hey – der Vorteil ist, dass es nur 140 Zeichen sind ;) Aber MB und SNs bestehen ja nicht nur aus solchen Leuten, deshalb – ich für meinen Teil kann nur sagen, dass mir Twitter Spaß macht, Sinn hin oder her.



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Eine Antwort

13 01 2009
juliechrist

hey,
cooler beitrag über twitter. bin über selbige seite darauf gestoßen.
ich bin erst seit kurzem dabei und fand es anfangs auch sinnlos, konnte mich aber erstaunlich schnell dafür begeistern.

vielleicht followed man sich ja mal.

lg julie

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