Trash-Pop aus Norwegen

21 01 2009

Eines schönen Morgens im Büro, meinte der Chef, dass er mir mal wieder nen „total tollen“ Song zeigen müsse. Nunja…“total toll“ steht bewusst in Anführungszeichen, kenne ich doch seinen zum Teil sehr extravaganten um nicht zu sagen gewöhnungsbedürftigen Musikgeschmack. Aber diesmal war meine Skepsis unberechtigt. Bei diesem Song hält es einen ja kaum auf dem Bürostuhl:

Dinosau – Pärris

Dinosau ist eine norwegische Pop-Band – obwohl die Bezeichnung Pop eigentlich zu eintönig ist für das was da so die Gehörzellen umschmeichelt. Die Band um Sängerin Lena Nymark bezeichnet ihre Musik so:

„DinoSau is a groovy, electronic, acoustic and improvising norwegian pop band. Constantly evolving, travelling the universe searching for new worlds to explore.“

„The songs often consist of repetitive elements such as a bassline, drumgrooves or a loop. There are beautiful hypnotizing melodies. These elements often gets painted with small details.“

So – besser hätte ich es auch nicht sagen können :-) Gestern hab ich mir dann das komplette Album „Little Crime“ geholt. Meiner Meinung nach eine schöne Mischung und auf keinen Fall eintönig, obwohl „Pärris“ trotzdem mein Favorit geblieben ist.

In diesem Sinne - Ha det moro lytt! („Viel Spaß beim Hören“ auf norwegisch – sagte jedenfalls die Übersetzungsmaschine)

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Die neue „Neue deutsche Welle“!?

29 12 2008

Zur Vorerklärung: Aus reiner Freundlichkeit gegenüber meiner liebsten Omi schaue ich mit ihr gezwungenermaßen hin und wieder Volksmusiksendungen an. Während meine Omi selig vor sich hin schunkelt und sich über Blümchen, hübsche Kleider und stets lächelnde Interpreten und deren unglaublich tiefgründigen Texte freut, denke ich nur: Das kann nicht mit rechten Dingen zu gehen. Die nehmen bestimmt alle Drogen. Wie sonst kann man denn bitte z.B. 2h das Gesicht zu einer Grinse-Grimasse verziehen und solche Texte singen? Das tut doch weh.

Der Grund, warum ich hier anfange von Volksmusik (wie das schon klingt…Musik vom Volk für das Volk!?) ist Felix Rennefeld alias Alexander Markus. Heute zum ersten mal gehört und angekündigt mit den Worten: „Das musst du dir anhören, das ist Berliner Trash vom Feinsten“ .

Bevor ich noch zu viel um den heißen Brei rede, hier mal eine Kostprobe:

Und ich muss gestehen – ich war sofort irgendwie fasziniert. Er selbst nennt seinen Stil Electrolore (so auch der Titel seines ersten Albums). Vielleicht machen es die Beats im Hintergrund oder vielleicht bin ja auch ich tief in meinem Inneren für Volksmusik empfänglich und es kommt nur drauf an, wie sie mir präsentiert wird? Ziemlich bewunderswert finde ich wie er dieses einzigartige schleimig-schweinbackenmäßige-silikon-und-botox-geschwängerte Volksmusiker-Lächeln hinbekommt. Einfach unglaublich und unglaublig trashig zumal noch mit Markenzeichen „rosa Hose“ und „Globi“ dem Globus.

Ok, sicher – das ist wieder so ne Sache: die einen hassen es , die anderen lieben es und dazwischen gibt es nichts. Ich für meinen Teil…ähm….also…nee…ich kann es nicht leugnen. Ich find das toll. Ist aber wohl allgemein mein Hang zu Parodien, der sich hier angesprochen fühlt. Die Sachen vom „richtigen“ Felix Rennefeld sind jedoch erst recht nicht zu verachten ;)