Wenn ich mal so auf das Jahr 2008 zurückblicke stell ich fest, dass ich ziemlich viel (für meine Verhältnisse) gelesen habe. Hier mal eine Auswahl:
Letzte Ausfahrt Brooklyn – Hubert Selby: Angefixt durch den Film „Requiem for a dream“ hab ich mich entschieden dieses Werk von Selby zu lesen. Es ist mir am Anfang nicht leicht gefallen in das Buch „reinzukommen“, da der Schreibstil und die Sprache von Selby sehr gewöhnungsbedürftig ist. Alles in allem eine harte, ernüchternde und schockierende Story.
Ich hab die Unschuld kotzen sehen – Dirk Bernemann: Sehr cooles Buch, viele kleine Geschichten, die aufeinander aufbauen. Ziemlich schockierend zum Teil aber genauso realistisch.
Ich hab die Unschuld Kotzen sehen II – Dirk Bernemann: Nicht weniger gut als der erste Teil. Hat man leider auch an einem Nachmittag ausgelesen.
Satt.Sauber.Sicher. – Dirk Bernemann: Ein absolut krasses Buch, schockierend, wahr und einzigartig durch den Schreibstil vom Herrn Bernemann. Hätte beinahe kapituliert beim Lesen, aber nicht aus Langeweile, sondern weil es mich extrem bewegt hat. Eines der wenigen Bücher, die ich immer wieder lesen könnte.
Extrem laut und unglaublich nah – Jonathan Safran Foer: Traurig-schöne, sehr gut geschriebene Story (aufbauend auf dem 11. September 2001), die Wert auf die kleinen Dinge legt. Eines von zwei Büchern, welches mich zum Heulen gebracht hat.
Das verdammte Glück – Andreas Kurz: Kurzgeschichtenbuch mit sehr bildhaft geschriebenen Geschichten. Regt zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken an. Hat mich vom Stil her etwas an D. Bernemann erinnert.
Frühstück bei Tiffany – Truman Capote: Ein Klassiker – natürlich zurecht. Witzige aber auch ergreifende Geschichte.
Garp und wie er die Welt sah – John Irving: Geschichte über das Leben des Schriftstellers Garp mit all seinen Kuriositäten, Irrungen und Wirrungen. Zum Teil etwas langatmig aber dennoch eines meiner Lieblingsbücher.
Feuchtgebiete – Charlotte Roche: Ja, ich bekenne mich. Ich hab es gelesen. Aus purer Neugier. Der Prominentenstatus von Frau Roche spielt bei den Verkaufszahlen des Buches sicher eine nicht unerhebliche Rolle. Ich kann aber die krassen Gegner auch nicht wirklich verstehen. Ist halt eine Geschichte wie jede andere, nur die Details sind nicht jedermanns Geschmack. Fand das Buch ok – aber mehr auch nicht. Die Moral bzw. der tiefgründige Sinn war mir persönlich zu erzwungen und das Ende ist zu pathetisch.
Lolita – Vladimir Nabokov: Ja, was soll ich sagen. Es ist einer meiner Lieblingsfilme und ist auch eines meiner Lieblingsbücher geworden.
Mieses Karma – David Safier: Eines der schlechtesten Bücher, welches ich dieses Jahr gelesen habe. Zu kitschig, schlechter Ausdruck – nicht nach meinem Geschmack.
Die Geschichte der Hässlichkeit – Umberto Eco: Nicht wirklich als Abendlektüre geeignet aber sehr informativ, was die Entwicklung der Kunst bzw. der Hässlichkeit in der Kunst angeht.
Crystal Clear – Alistair Cockburn: Ein Fachbuch fügt sich in die Reihe der Belletristik
Die Eleganz des Igels – Muriel Barbery: Eines der tollsten Bücher für mich dieses Jahr. So schön philosophisch aber nicht schwer verständlich oder kompliziert. Symphatische Romanfiguren aber weit entfernt von Kitsch, gepaart mit dem intelligeten, fließenden Schreibstil von Muriel Barbery. Nichts desto trotz das zweite Buch, was meine Tränendrüsen angeregt hat.
Die Selbstmordschwestern – Jeffrey Eugenides: Im Nachhinein mag ich dieses Buch sehr. Die Stimmung die aufgebaut wird lässt sich nicht mit anderen Büchern vergleichen, die ich gelesen habe. Die Story der Schwestern ist faszinierend und schockierend zugleich.
In Schrebers Garten – Klaas Huitzing: Der Fall Paul Schreber und die Beziehung zu seinem Vater- extrem interessant. Kommt aber meiner Meinung nach im Buch nur in der ersten Hälfte richtig rüber und danach nur in vereinzelten Absätzen. Hätte mir mehr von dem Buch erwartet.
Wahre Märchen – Annie Bertram: Fand ich eigentlich nur wegen der Geschichten von Dirk Bernemann und Jana Krivanek gut. Auch die Bilder von Annie Bertram haben das ganze nicht besser gemacht.Schade, davon hätte ich mir mehr erhofft.
Soviel dazu.
Damit 2009 auch so ein interessantes „Bücher-Jahr“ wird, sind Lesevorschläge unbedingt erwünscht!
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